Fischer | Konrad im Magazin „Baugewerbe“

Juli 2016

Praxisbeispiel: Oft findet man leider keinen Nachfolger im eigenen Unternehmen. Doch was tut man, wenn man einen gefunden hat, der zwar möchte, aber nicht unbedingt die gesamte Verantwortung alleine tragen will? Bei unserem Blick über den Tellerrand, stellen wir Ihnen ein Unternehmen aus dem Schaltanlagenbau vor, das mit einem guten Konzept und einer Vision eine praxistaugliche Lösung bei der Nachfolge erarbeitet hat.

Mit Doppelspitze in die Zukunft

Der gelernte Elektroinstallateur Heinrich Westermann gründete 1983 sein Unternehmen in Minden (Ostwestfalen-Lippe). Nach den ersten Mühen der Anfangsjahre brachte er es auf einen steten Wachstumskurs: 7,5 Mio. Euro Umsatz macht das Unternehmen heute, 60 Mitarbeiter werden dort beschäftigt, Gewinn und Eigenkapitalquote stimmen.

Westermann liefert seinen Kunden das „Rundum-Sorglos-Paket“ zu Schaltanlagen: Von der Beratung und der ersten Idee über die Projektierung, Programmierung, Fertigstellung und Inbetriebnahme weltweit. Die Steuerungsanlagen werden überwiegend im Sondermaschinenbau branchenübergreifend eingesetzt.

KANDIDATEN AUS DEN EIGENEN REIHEN

Heinz-Dieter Finke ist dort technischer Geschäftsführer. Seit 2002 arbeitet der Diplom-Ingenieur mit beim Schaltanlagenhersteller in Minden. Zuerst als Programmierer von Anlagen, dann baute er die Abteilung „Automatisierung“ mit auf. Es folgte der Sprung in die Führungsebene als Abteilungsleiter und schließlich Prokurist. Als Firmeninhaber Heinrich Westermann 2011 erkrankte, ruhte plötzlich ein nicht unbedeutender Teil der Geschäftsführung auf seinen Schultern.

Der Firmenchef kam wieder in den Betrieb zurück, aber schnell wurde klar, dass er nicht mehr im gleichen Umfang wie zuvor die Geschicke des Unternehmens lenken würde. Erste Pläne für einen Verkauf entstanden.

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